GEISER organisiert den Workshop Geospatial Linked Data (GeoLD 2018)

Geodaten sind wichtig für viele Anwendungen wie Navigation, Logistik und Tourismus. Zahlreiche verfügbare Datensätze enthalten räumliche Informationen. Beispiele dafür sind DBpedia, Wikidata, Geonames, OpenStreetMap und das daraus erzeugte LinkedGeoData. RDF-Datenbanken sind inzwischen robust und skalierbar genug, um Milliarden von Datensätzen zu verwalten. Gleichzeitig können Geodaten-Informationssysteme (GIS) von den Vorteilen von Linked Data profitieren, z.B. die Unabhängigkeit von vorab festgelegten Schemata. Die Überschneidung dieser Themen wird Geospatial Linked Data genannt.

Der Geospatial Linked Data Workshop

Matthias Wauer eröffnet den Geospatial Linked Data Workshop (GeoLD 2018)

Matthias Wauer eröffnet den Geospatial Linked Data Workshop (GeoLD 2018)

Im Rahmen des GEISER-Projekts organisierten Matthias Wauer von der Universität Leipzig zusammen mit Mohamed Sherif und Axel Ngonga von der DICE-Forschungsgruppe den dritten Workshop zu Geospatial Linked Data (GeoLD 2018). Dieser fand am 3. Juni 2018 im Rahmenprogramm der ESWC-Konferenz in Kreta statt. Rund 20 Teilnehmer diskutierten den derzeitigen Stand von Standards wie GeoSPARQL, Werkzeuge, Anwendungen sowie neue Forschungsergebnisse.

Ausgewählte Forschungsarbeiten zu vielen Aspekten

Nach einer kurzen Einführung präsentierten die Teilnehmer ihre Forschungsarbeiten. Ali Khalili zeigte, wie mit Hilfe von semantischen Geodaten neue Einsichten in funktionale städtische Räume gewonnen werden können, die in bestehenden Daten der OECD nicht erkennbar sind. In manchen Fällen sind Zugriffsbeschränkungen gewünscht, für die Alan Meehan eine technische Lösung für Geodaten vorschlug. Finn Årup Nielsen stellte geografische Darstellungen von wissenschaftlichen Daten im System Scholia vor. Danach erläuterte Peru Bhardwaj ihre Erfahrungen bei der Anwendung von Link Discovery. Schließlich stellte Matthias Wauer die GEISER-Plattform zur Integration von räumlichen Informationen und Sensordaten vor.

Diskussion und Ausblick

Im Rahmen des Workshops besprachen die Teilnehmer zahlreiche Aspekte von Geospatial Linked Data. Interessanterweise hatte die Datenqualität nur einen geringen Stellenwert. Anschließend stellten die Anwesenden fest, dass inzwischen zahlreiche RDF-Stores vorhanden sind, die GeoSPARQL unterstützen. Weiterhin ermöglichen es viele Werkzeuge, Geodaten zu verarbeiten und darzustellen. Folglich ist in Zukunft  mit interessanten Anwendungen zu rechnen. Weitere Arbeiten in der „Semantic Geo Resources“-Session der Hauptkonferenz verdeutlichen die Wichtigkeit und Aktualität des Themas.

Paper und Präsentationen zum Herunterladen

Die Organisatoren haben die Beiträge  beim Dienst CEUR-WS veröffentlicht. Zusätzlich sind alle Präsentationsfolien auf der Workshop-Webseite zu finden. Das Organisationskommittee dankt den Teilnehmern und insbesondere dem Programmkommittee für die umfangreichen Reviews. Diese stehen als offene Reviews als Teil der Proceedings zur Verfügung.

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